Klavier

Eine kleine Instrumentenkunde
Seit dem 19. Jhdt. wird der Begriff „Klavier“ für besaitete Tastensinstrumente mit Hammermechanik verwendet.
Vorläufer waren das Cembalo (Saiten werden durch Kiele angerissen) und das Clavichord. Als Erfinder des Klaviers gilt Bartolomeo Cristofori, der Instrumentenverwalter der Familie Medici. Er baute im Jahr 1709 ein Instrument, das er „Gravicembalo col piano e forte“ (großes Cembalo, das leise und laut gespielt werden kann) nannte.

Als eines der jüngsten Musikinstrumente hat das Klavier in seiner Verbreitung vielen anderen Instrumenten den Rang abgelaufen. Es ist als Konzertinstrument und als Hausmusikinstrument gleichermaßen beliebt. Das liegt wahrscheinlich an seiner Vielseitigkeit.

Es hat eine Klaviatur aus 88 Tasten (52 weiße und 36 schwarze) und somit einen Tonumfang von mehr als sieben Oktaven. Der Pianist kann Töne vom leisesten „Piano“ bis zum lautesten „Fortissimo“ hervorbringen. Zehntönige Akkorde, verschieden Melodien zur selben Zeit, rasch hintereinander wiederholte Noten, Melodien mit lang gehaltenen Noten und rasche Tonleiterpassagen sind auf dem Klavier möglich.

Die Saiten der Klaviere sind wie bei der Harfe von verschiedner Länge und aus Stahl. Je kürzer die Saite, desto höher der Ton. Sie sind über einen Stahlrahmen gespannt, der einem Zug von mehreren Tonnen standhalten muss.
Große Klaviere haben bis zu 3 Pedale mit denen die Töne gedämpft oder lang angehalten werden können.

Die Frage des Alters?
Mit dem Klavierunterricht kann ca. ab dem 8.Lebensjahr begonnnen werden. Als Vorbereitung ist die Musikalische Früherziehung oder ein bis zwei Jahre Blockflötenunterricht ideal.

Wie und wo bekomme ich ein Instrument und was kostet das?

Neue Klaviere (Pianinos) sind ab ca. 3.000 € erhältlich. Die meisten Musikhäuser machen auch gute Miet- bzw. Leasingangebote. Wichtig: vor einem Instrumentenankauf (neu oder gebraucht) unbedingt eine fachliche Beratung heranziehen!