Tenorhorn (Euphonium)

Eine kleine Instrumentenkunde
Die Instrumente Tenorhorn, Bariton und Euphonium sind weitgehend identisch und gehören zur Familie der Bügelhörner. Sie klingen eine Oktave tiefer als das Flügelhorn und eine Oktave höher als die tiefe Basstuba und decken somit den Bereich der Mittelstimmen im Blasorchester ab. Diese Instrumente haben durch den konischen Verlauf der Röhre einen wesentlich weicheren Klang als die zylindrisch gebauten Posaunen oder Trompeten. Sie werden in ovaler (Böhmen, Österreich, Bayern) und gerader Bauform (international am häufigsten) gebaut. Je nach Bauart sind sie mit drei bzw. vier Zylinder- oder Périnet- Ventilen ausgestattet.

Die Tenorhorninstrumente sind sehr beweglich und übernehmen im Orchester häufig Haupt- und Nebenmelodien. Sie werden aber auch oft für harmonische Aufgaben und zur Unterstützung der Tuben eingesetzt. Viel Abwechslung ist also angesagt. Das Tenorhorn wird auch als das „Cello“ des Blasorchesters bezeichnet.
Im Symphonieorchester findet man das Tenorhorn nur sehr selten, dafür ist es bei der böhmisch- mährischen Blasmusik unerlässlich.

Die Frage des Alters?
Das Erlernen der Tenorhorninstrumente ist möglich, sobald die vorderen 2. Zähne gut entwickelt sind, also meist ab dem 8. bzw. 9. Lebensjahr. Da das Instrument im Sitzen gespielt wird ist die Körpergröße zweitrangig. Bestens zum Einstieg geeignet sind diese Instrumente für jene, die später einmal Posaune oder Tuba lernen möchten. Auch der Weg zur Trompete (gleiche Grifftechnik) ist jederzeit offen.

Wie und wo bekomme ich ein Instrument und was kostet das?
Die meisten Musikvereine stellen gerne Leihinstrumente zur Verfügung, sofern man Interesse an einer späteren Mitwirkung zeigt. Neue Instrumente sind ab ca. € 2000,- erhältlich.
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Unterrichtet von:

Manfred Loimayr